Das Bienenjahr


Baurahmen für die Völker                        Weidenkätzchen                                                 Haselnuß in voller Blüte                   

März/April  Beobachtungen

      Der Frühling kommt

 

Nun ab März bei solch warmen Tagen, werden schon reichlich Haselnußpollen eingetragen und die Weidenkätzchen stehen kurz vor der Blüte.

Die Unterteile der Bienenbehausungen werden von Gemüll des Winters gereinigt.

ein Blick ins Volk verrät, ob noch genügend Futter vorhanden ist, und bei der Gelegenheit können die Baurahmen eingesetzt werden.

 

Futterbeachtung !

Beim Fütter ist zu beachten, dass starke Völker im Frühjahr schon mal bis zu 1,5 kg die Woche verbrauchen.Ein einzargiges Volk (Segeberger Zarge ) sollte noch ca.14kg wiegen, dann ist man noch auf der sicheren Seite.Wesentlich ist aber die Beobachtung der Volksstärke > sämliche Waben besetzt., bedeutet dann natürlich größerer Futterverzehr.

Und verhungern tun meistens die stärksten Völker, wie viele Imker immer wieder berichten.

Bei 14 kg Gewicht 1 Zarge  ( 24 kg 2 Zargen ) wöchentlich kontrollieren !

Bei einem schön geschlossenem Brutnest, ist der Imker/in dann voll zufrieden, denn dann ist eine eierlegende Königin vorhanden. 

Sind wir gespannt, wie der Frühling startet, und wann wohl die Saison beginnt.Wie immer jedes Jahr,es wird warm, die Kirschen blühen und die Honigräume müssen rauf.

Früher galt im Alten Land die Regel, Kirschblüte zweiter Sonntag im Mai, das war einmal, davon sind wir meilenweit entfernt.Heute starten wir da eher Mitte April !

Lassen wir uns überraschen, und freuen uns auf den Lenz. 

 


 

Die Obstblüte im alten Land

 

Nun ist s bald wieder soweit, die Obstblüte steht kurz bevor, und der Raps lässt dann auch nicht mehr lange auf sich warten.Dann heisst es für den Imker, auf einmal alles zu gleich.

Die Bienen, wenn sie in den Raps sollen, müssen dann schnellstens ins Feld.

Die Honigräume müssen rauf.

Die goldene Regel: Man öffnet den Honigraum nie, bevor das Volk Baulust beim Baurahmen zeigt.

 

Sollten vorhandene leere Waben vorhanden sein, einfach erst einmal über das Absperrgitter drauf setzen, damit die Bienen diese Putzen können und eine gleiche Wärme aufgebaut werden kann.

Etwas später können dann Brutwaben nach oben gezogen werden, um die Bienen schneller in den Honigraum zu locken.

Anfänger mit Mittelwänden setzen bei warmen Wetter ein Teil der Mittelwände nach unten den anderen Teil mit hochgezogener Brut in den Honigraum.

 

Besonders beachten, dass die Harmonie Brutwaben unten/oben, immer direkt eine Einheit bildet, so dass die Bienen die Wärme gut regulieren können.

Ich kenne viele, die ganze Mittelwände einfach rauf packen, in der Hoffnung, das wird schon.

Das kann alles funktionieren, nur die selben haben dann am Ende der Obstblüte die Mittelwände wieder runter genommen. Nix mit Ausbau. Nix mit Honig.

 

Lag es an der Biene ? Buckfastvölker, schaffen da natürlich mit ihren großen Volksstärken eine ganze Menge.

Die Carnica braucht schon starke Völker, um dann alles gleich zu besetzen.

Die unterschiedlichen Rassen haben zu jeder Zeit bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen ihr Berechtigung. 

 

 

Stand bei Jork zur Apfelblüte


Rapsblüte

 

Nun ist ja noch richtig kalt, 15.te Woche, aber nächste Woche soll es wärmer werden.

Da heißt es schon mal ab Anfang der Woche die Honigräume auf die Völker, damit sich die Wärme verteilen kann, und die Völker die Waben putzen können. Einige unserer Völker sind schon so stark, dass sie sich über den neuen Raum freuen.

Mittlerweile sind die Honigräume drauf gesetzt, bei der Wärme blühen immer mehr Blüten.

Das Gedeihen und Werden des Bienenvolkes beginnt.Man staunt da manchmal auch  als langjähriger Imker, was die Bienen in so kurzer Zeit zu Schaffen vermögen.

Und wir lassen ihnen diesen Raum, bloß nicht aus Schwarmangst, bei jeder Gelegenheit Ableger bilden. 

Eine rechtzeitige Erweiterung im Brutnest sorgt dafür, dass die Königinnen genügend Eier legen kann, und die Ammenbienen ihren Futterdrüsensaft loswerden, um somit gar nicht in Schwarmstimmung zu kommen.Und wenn dann wirklich mal ein Volk zu voll wird, gilt es eher schwache Völker mit starken auszugleichen.Einfach eine ganze Brutwabe besetzt mit Bienen (ohne Königin) in ein anderes Volk umhängen, oder aus dem Honigraum Waben problemlos ausgleichen.

Ein alter Imkerspruch sagt: Wir gehen mit unterschiedlichen Volksstärken in die Tracht und beim auswandern sind wir alle gleich ! 

Denn zum Ablegerbilden ist noch genügend Zeit, wenn wir dann Honig ernten wollen.

Und am Baurahmen erkennen wir die Volksstimmung und Volksstärke, als Gradmesser für uns Imker.

 

Warten wir auf das große Blühen, und freuen uns auf diese schöne Zeit. 

                                                                   

 

Bienenstand im frühen Rapsfeld


Das große Blühen

Süßkirsche, Williams Christbirne, das seltene gewordene Löwenzahnfeld und die Felsenbirne

 

Die Natur überschlägt sich, die Bienen wissen gar nicht wo sie zuerst hinfliegen sollen.Sie nutzen die Sonnenstunden und fliegen bis spät in den Abend.Und in den Völkern vermehrt sich das Brutgeschehen zusehens. Wir Imker genießen diese Zeit, da es nun außer der wöchentlichen Kontrolle erst einmal etwas ruhiger wird.Die Aufzeichnungen in der Stockkarte, sind gerade für Neuanfänger sehr wichtig, da hier die Anzahl der Waben, Veränderungen Zugabe von Mittelwänden  und Beobachtungen der Eiablage notiert werden.Auch wir, die schon sehr lange imkern, verzichten nicht auf diverse Notizen.Hat man erst den Überblick verloren, auch bei kleinen Volkseinheiten, wie oft erlebe ich da, dass mir der Imker über die vergangenen Arbeiten des Volkes, bei Schwierigkeiten, nichts berichten kann. Aber erstmal gilt: Der Tisch ist reichlich gedeckt.

Unser Imkerherz ist mit neuen Hoffnungen erfüllt.Das Obst und der Raps benötigen schon gut 16 Grad damit genügend Nektar bereit steht.

An einem sonnigen, aber kühlen Tage stand ich vor einem blühendem Rapsfeld, daneben blühte der Löwenzahn in Menge.Dieser wurde von den Bienen an jenem Tage viel besser beflogen als der Raps.

Nur die Erdnähe der Löwenzahnblüte mag dazu beitragen, dass sie schon bei niedrigeren Temperaturen honigt.Und dann natürlich eher von den Bienen beflogen wird.

 

So das in Kürze, warten wir auf die kommenden anstehenden imkerlichen Abläufe, u.a.Königinnenzucht, beginnt in der nächsten Woche. 

                                                                            Gruß der Imker